Ende März findet in Kenia der Future Hospitality Summit Africa statt, ein wichtiges Branchentreffen für die Hotelindustrie. Neue Zahlen im Vorfeld zeigen: Internationale Hotelketten in Afrika investieren kräftig – vor allem in einem Land.
Abtauchen ins Nachtleben von Accra, entspannen in Cape Town oder die pulsierende Wirtschaftsmetropole Casablanca erleben: All das können Reisende bald in neuen Luxushotels vor Ort. Und das sind nur Beispiele. Ein Bericht der nigerianischen Beratungsfirma W Hospitality Group zeigt: Insgesamt befinden sich derzeit 675 Hotels und Ressorts mit gut 120 000 Zimmern in Entwicklung – ein deutlicher Anstieg im Vergleich zum Vorjahr.
Dieses Wachstum findet nach Angaben des Branchendienstleisters vor allem in bestimmten Ländern statt, vor allem in Ägypten. Dort entstehen derzeit gut 180 neue Hotelprojekte mit knapp 50 000 Zimmern. Das entspricht mehr als einem Drittel aller Kapazitäten, die derzeit neu auf dem Kontinent gebaut werden. Mit deutlichem Abstand dahinter folgen Marokko und Kenia.

Nordafrika vorn, aber Ostafrika stark in der Umsetzung
Insgesamt machen die zehn führenden Länder knapp 80 Prozent der gesamten neuen Zimmer aus. Trevor Ward, der Geschäftsführer der W Hospitality Group sagt: „Die Daten zeigen deutlich, dass die Entwicklung der Hotelbranche in Afrika von einer Handvoll leistungsstarker Märkte vorangetrieben wird, wobei Ägypten sowohl bei den Vertragsabschlüssen als auch bei den geplanten Eröffnungen klar an der Spitze liegt.“

In Kenia, Äthiopien und Tansania sind weniger Projekte geplant. Bei denen, die es gibt, ist aber dafür der Bau schon weit fortgeschritten. Trevor Ward kommentiert: „„Was dieses Jahr besonders auffällt, ist die Stärke Ostafrikas in Bezug auf die Umsetzung von Projekten. Kenia, Äthiopien und Tansania weisen einige der höchsten Bauquoten auf dem Kontinent auf, was darauf hindeutet, dass hier kurz- bis mittelfristig mit einem neuen Angebot zu rechnen ist.“
Internationale Hotelketten in Afrika führend
Treiber der Projekte sind vor allem globale Hotelketten: An der Spitze steht Marriott International mit gut 30 000 Zimmern in Entwicklung. Danach folgen Hilton, Accor, IHG und die Radisson Hotel Group. Viele neue Hotelketten planen Neueröffnungen in 2026 und 2027. Allerdings habe sich in der Vergangenheit gezeigt, dass die Fertigstellung neuer Hotels und Ressorts oft hinter den Prognosen zurückbleibe, schreibt die W Hospitality Group. Das verdeutliche die anhaltende Kluft zwischen Ambition und Umsetzung.

Das große Schaulaufen der Branche – der Future Hospitality Summit Africa – startet am 31. März 2026 in Nairobi in Kenia. Die Themen, die dieses Jahr im Fokus stehen, sind die Förderung des Tourismussektors am Beispiel von Uganda und Angola sowie die Expansionschancen von internationalen und lokalen afrikanischen Hotelketten auf dem Kontinent.